Wer gleichzeitig Essen kochen, telefonieren und auf seine Tochter aufpassen will, sollte darauf achten, nicht den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Wie in meinem Fall. Der mit geprellten Rippen endete und deutlich zeigte, wo in unserer Wohnung noch Nachbesserungen in Punkto Sicherheit gemacht werden müssen.
Es war kurz nach Neujahr. Meine Frau hatte einen wichtigen Termin außerhalb und entschied deshalb, dass sie unsere frisch geborene Tochter Sophia einfach meiner Obhut überlassen wollte. Und nachdem sie ihre Vorbereitungen getroffen und mir die wichtigsten Dinge noch einmal erklärt hatte, war sie auch schon zur Tür raus. Es war der erste Tag, den ich komplett alleine mit der Kleinen verbringen sollte – und ich muss zugeben, ich war ganz schön aufgeregt. Doch Sophia war wunderbar ruhig an diesem Tag und ich hatte die Situation fest im Griff. Nachdem die Kleine in ihrem Bettchen eingeschlafen war, ging ich in die Küche, um mir schnell eine Dose Ravioli heiß zu machen. Doch kaum hatte ich den Herd angestellt, klingelte prompt das Telefon. Es war ein sehr alter Schulfreund von mir, von dem ich schon lange nichts mehr gehört hatte. Und natürlich hatten wir uns eine Menge zu erzählen – wobei ich leider das Essen auf dem Herd vergaß. Dann ging alles sehr schnell: Während in der Küche die Ravioli anbrannten, fing gleichzeitig Sophia lauthals an zu schreien. Ich rannte sofort panisch los Richtung Flur und wollte dann scharf links in das Kinderzimmer abbiegen, als der Läufer auf dem Boden wegrutschte und ich den Halt verlor. Dabei knallte ich mit voller Wucht gegen den Türrahmen und prellte mit die Rippen. Da lag ich nun mit dem Telefon in der Hand und schnappte nach Luft. Mit schmerzverzogenem Gesicht schleppte ich mich dann erstmal in die Küche, um den Herd auszuschalten. Zum Glück aber hatte Sophia schlagartig aufgehört zu schreien. Um es kurz zu machen: eigentlich bin ich selber schuld an diesem Unfall. Aus Bequemlichkeit hatte ich die Teppiche, Brücken und Läufer in unserer Wohnung nur provisorisch mit doppelseitigem Klebeband fixiert. Anstatt sie vernünftig mit Anti-Rutschmatten zu sichern.
So war es fast absehbar, dass das nicht lange halten würde. Heute haben wir unsere komplette Wohnung mit Anti-Rutsch-Stoppern gesichert – auch das Bad. Stürze aus Übermut und Unachtsamkeit gehören somit der Vergangenheit an.
Hals und Beinbruch!
Anonymer Kunde (Name sollte nicht veröffentlicht werden)