Bei einem Urlaub im Süden riss uns eines nachts das laute Tönen des Rauchmelders aus dem Schlaf – zum Glück ein Fehlalarm. Doch
es ist gut zu wissen, selbst im Notfall rechtzeitig gewarnt zu werden.
Vor zwei Jahren hatten meine Frau und ich uns im Spätsommer ein nettes, altes Ferienhäuschen in der Toskana angemietet, um ein paar erholsame Tage zu verbringen. Das Haus lag wunderschön inmitten von Weinbergen unterhalb eines alten Dorfes. Die Ausstattung war einfach – oder vielmehr rustikal – aber es gab einen schönen, großen offenen Kamin. Gerade dieser Kamin war mit ein Entscheidungsgrund für dieses Häuschen, weil wir beide die Atmosphäre von offenem Feuer lieben. Zudem kann es im Spätsommer auch in Südeuropa manchmal recht kühl werden. Und dem wollten wir mit dem Kamin entgegenwirken. Kuschelige Abend waren also garantiert.
Zu unserer Überraschung waren – trotz der alten Bausubstanz und der rustikalen Ausstattung – im Schlafzimmer und in den an das Wohnzimmer angrenzenden Räumen überall Rauchmelder an den Decken angebracht. Und dass diese sogar funktionierten, durften wir am letzten Urlaubstag am eigenen Leib erfahren.
Wir hatten wie jeden Abend wieder Feuer gemacht, wollten aber früher ins Bett, da wir am nächsten morgen früh raus mussten, um rechtzeitig am Flughafen für den Rückflug nach Deutschland zu sein. Ich blieb jeden Abend so lange auf, bis das Feuer wirklich komplett heruntergebrannt war, da der Kamin ja keine Glasscheibe oder etwas ähnliches als Schutz vor Funkenflug hatte. Nur am letzten Abend dachte ich mir, ich könnte auch früher ins Bett gehen, denn es war ja die zwei Wochen zuvor nie etwas passiert.
Um vier Uhr morgens riss uns ein lautes Piepen aus dem Tiefschlaf. Ich dachte sofort an den Kamin und warum ich nicht doch aufgeblieben war. Es war tatsächlich der Rauchmelder im Schlafzimmer der heftig blinkte und einen Höllenlärm verursachte, der selbst Tote aufgeweckt hätte. Ich bin dann rüber ins Wohnzimmer und musste zu meiner Erleichterung feststellen, dass mir weder Rauch noch Feuer entgegen kam. Nach dem wir uns beruhigt – und den Rauchmelder von der Zimmerdecke genommen hatten – stellten wir zu unserer Erleichterung fest, dass wohl nur die Batterie des Rauchmelders fast leer war und der Rauchmelder dieses ankündigte.
Am Ende ist alles gut asgegangen. Aber wir haben für uns dennoch die wichtige Erfahrung gemacht, dass man die Alarmtöne eines Rauchmelders auch im Tiefschlaf hört und dass man die Batterien zur Sicherheit regelmäßig erneuern sollte. Da wir in Schleswig-Holstein die gesetzliche Vorgabe zum Einsatz von Rauchmeldern in Häusern haben, war es für uns eine logische Konsequenz, regelmäßig nach einem Jahr die Batterien auszuwechseln. Dem ruhigen Schlaf zu Liebe und in der Hoffnung, dass wir im Ernstfall auch bei Rauch rechtzeitig geweckt werden.
Matthias B. aus E.