Gartenarbeit ist für mich das Größte. Doch erst als ich nach einer kleinen Schnittwunde den Arzt aufsuchen musste, ist mit klar geworden, dass selbst im eigenen Garten Risiken lauern, von denen ich bisher gar nichts wusste.
Seit vielen Jahren ist Gartenarbeit meine liebste Freizeitbeschäftigung. Stundenlang könnte ich Beete umgraben und Unkraut jäten, Sträucher zurück schneiden und mich um die Pflanzen kümmern. Ich liebe es einfach, in der freien Natur zu arbeiten, die frische Luft zu atmen und mich fit zu halten. Doch seit der letzten Saison ist meine Begeisterung für Gartenarbeit etwas getrübt. Ich hatte gerade ein neues Beet angelegt und Pflanzen gesetzt, als ich mir mit der Gartenschere leicht in den Fingern schnitt. Zugegeben, es blutete ein wenig, doch weil das relativ häufig vorkommt, dachte ich mir nichts dabei. Ich wickelte nur kurz etwas Stoff um meinen Finger und arbeitete einfach weiter. Zwei Tage später tat mir aber mein Finger unglaublich weh. Um den Schnitt herum hatte sich ein roter Kranz gebildet und bläuliche und rote Strich liefen sternenförmig über meinen Finger. Jetzt fing ich an, mir Sorgen zu machen und vereinbarte einen Termin mit meinem Hausarzt. Die Diagnose haute mich schlichtweg um: erste Anzeichen einer Blutvergiftung. Mein Arzt verschrieb mir erstmal Antibiotika und klärte mich dann darüber auf, dass so etwas relativ häufig vorkommt. Von ihm habe ich auch erfahren, dass in Gartenerde häufig gesundheitsschädliche Keime vorkommen. Und dass selbst die kleinsten Wunden ordentlich versorgt werden sollten – auch kleine Schnittwunden bei der Arbeit im Garten. Heute versuche ich, bei allen Arbeiten Handschuhe zu tragen und versorge auch kleine Wunden sofort, damit sich so etwas nicht wiederholt. Denn mit einer Blutvergiftung ist wirklich nicht zu spaßen. Zum Glück waren die Symptome nach kurzer Zeit wieder behoben und mein Finger schmerzte auch nicht mehr. Heute achte ich mehr auf kleine Verletzungen, Stiche und Schnitte. Und kann die Gartenarbeit ebenso genießen.
Gerda Stellmach