Kinder unter zehn Jahren am stärksten gefährdet
Hunde sind für Kinder eine ganz besondere Freude. Man kann sie streicheln, mit ihnen toben - doch was als Spaß anfängt, kann im Krankenhaus enden. Bis zu 50.000 Bissverletzungen durch Hunde müssen jedes Jahr in Deutschland ärztlich behandelt werden. In mehr als 50 Prozent der Fälle sind Kinder die Opfer. Vor allem Jungen zwischen dem fünften und neunten Lebensjahr sind gefährdet, warnen Experten des Deutschen Ring.
Meist geht das Risiko, eine Bissverletzung zu erleiden, vom eigenen Familienhund aus. Fast drei von vier Verletzungen entstehen durch Tiere aus dem persönlichen Umfeld. Der Grund: Kinder sind mit den Vierbeinern zwar vertraut, können die tierischen Verhaltensformen jedoch noch nicht richtig einschätzen. Aus Unwissenheit oder in der Hitze des Spiels deuten sie Warnsignale des Hundes, wie Knurren oder Zähnefletschen, oft falsch oder ignorieren diese. Kommt es zum unerwarteten Zuschnappen, erleiden Kinder aufgrund ihrer geringen Körpergröße oft gefährliche Verletzungen. Jeder zweite Biss bei Kindern zielt auf den Hals- oder Kopfbereich. 85 Prozent der Sprösslinge erleiden dabei tiefe Bisswunden.
Folgenschwere Unfälle können bereits durch einige wichtige Verhaltenstipps vermieden werden. Die Regel Nummer eins: Lassen Sie Hund und Kleinkinder niemals unbeaufsichtigt. Auch ein noch so freundlicher Vierbeiner kann Verletzungen verursachen, wenn er erschrickt oder das Kind ihm beim Spiel unabsichtlich Schmerzen zufügt. „Kinder sollten daher im Umgang mit Hunden frühzeitig einige Grundregeln lernen“, rät Jens Christian Berggreen, Gesundheitsexperte für Kinder und Jugendliche beim Deutschen Ring. So ist es wichtig, dass Kinder die Körpersprache des Hundes verstehen lernen und dessen Rückzugsbereich akzeptieren.
Werden diese Verhaltensregeln beachtet, sind Haustiere wertvolle Spielgefährten für die Kleinen. Zahlreiche Studien haben bewiesen, dass insbesondere Kinder vom gemeinsamen Aufwachsen mit Hunden profitieren. Doch wer mit Kindern zu tun hat, weiß, dass ein gewisses Restrisiko niemals ausgeschlossen werden kann. Im schlimmsten Falle muss man sogar mit einem Krankenhausaufenthalt rechnen. Jedes dritte Kind in Deutschland, das Bissverletzungen erlitten hat, muss stationär behandelt werden. Es ist daher umso wichtiger, dass man seinen Nachwuchs gut versorgt weiß. Eine private Zusatzversicherung wie der „RingKinderGesundheitsschutz“ vom Deutschen Ring kann hier Rückendeckung geben – und das für schon weniger als vier Euro im Monat. So bekommen Kinder die bestmögliche medizinische Betreuung – angefangen von der Chefarztbehandlung bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten der Eltern in Kliniknähe.
Fünf Tipps zum Umgang mit dem eigenen Hund
Was tun, wenn Kinder Angst vor Hunden haben?
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