Engagierte Generation 50+ - Deutsche vernachlässigen Pflegevorsorge
Pflege braucht Engagement und Vorsorge
Hamburg, 2. Dezember 2009 – Mehr als 23 Millionen Bundesbürger leisten jedes Jahr über 4,5 Milliarden Stunden ehrenamtliche Arbeit. Sei es in Sportvereinen, Verbänden, kirchlichen Gemeinden, für Kinder und Jugendliche oder in vielen anderen Bereichen – das freiwillige Engagement der Deutschen ist enorm. Oft wird es als selbstverständlich angesehen und ist doch in einigen Bereichen, wie etwa der Pflege älterer Menschen längst nicht mehr wegzudenken.
Generation 50+ besonders engagiert
Das Gros der ehrenamtlich geleisteten Arbeit entfällt auf den Bereich Soziales, Gesundheit und Pflege. Gerade in sozialen Belangen sind dabei überdurchschnittlich häufig die über 50-Jährigen aktiv. Gut ein Viertel der hier Engagierten ist 55 Jahre und älter. In einem aktuellen Bericht des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) heißt es zudem, dass in der Pflege Älterer in erster Linie Frauen über 60 Jahren freiwillig Verantwortung übernehmen. „Oft sind es Familienangehörige oder ehrenamtliche Helfer, die hilfebedürftige Personen unterstützen. Meist lange bevor diese mit den Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung professionelle Pflege in Anspruch nehmen können“, weiß Jörn Kunath, Experte für die Generation 50+ beim Deutschen Ring.
Pflegevorsorge nach wie vor vernachlässigt
Durch eine zusätzliche private Vorsorge können Angehörige entlastet und ein Pflegefall finanziell abgesichert werden. Doch obwohl viele Bundesbürger hilfebedürftige Familienangehörige oder Mitmenschen unterstützen, kümmern sich nur wenige um ihre eigene Vorsorge. Bisher sorgen nur etwa 1,2 Millionen Menschen in Deutschland für den eigenen Pflegefall privat vor. „Das ist ein erschreckend geringer Teil der Bevölkerung. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung oft nur eine Grundversorgung der Pflegebedürftigen sicherstellen“, sagt Kunath. Auch das WZB bestätigt, dass der Aufwand für eine Pflege die Leistungen aus der gesetzlichen Versicherung übersteigt: Knapp zwei Drittel der hilfebedürftigen über 70-Jährigen, die noch in den eigenen vier Wänden leben, erhalten Unterstützung im täglichen Leben. Doch nur in 0,9 Prozent der Fälle haben die Betroffenen auch Anträge auf Zahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung gestellt. Der Löwenanteil der Hilfe wird durch ehrenamtliches Engagement, Familienangehörige oder Freunde geleistet.
Über die Versicherungsunternehmen Deutscher Ring
Der Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a. G. aus Hamburg hat seinen Ursprung im Jahr 1925 und ist heute einer der erfolgreichsten Anbieter von Krankenvoll- und Krankenzusatzversicherungen. Dazu tragen leistungsstarke Produkte, ein herausragender Kundenservice sowie eine außergewöhnlich hohe Beitragsstabilität bei. Seit April 2009 bildet das Unternehmen als gleichberechtigter Partner mit den Versicherungsgesellschaften der SIGNAL IDUNA Gruppe einen Gleichordnungskonzern.
Die Deutscher Ring Lebensversicherungs-AG und die Deutscher Ring Sachversicherungs-AG aus Hamburg sind spezialisiert auf die finanzielle Absicherung der Altersvorsorge sowie der Unfall- und Schadensrisiken von Privatkunden. Sie greifen dabei auf über 85 Jahre Erfahrung zurück. Beide Versicherer sind seit 1985 Tochterunternehmen des Schweizer Bâloise-Konzerns.
Unter dem Titel „Altersträume“ erschien die in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Zukunftsfragen durchgeführte Generationenstudie. Das Buch mit einem Vorwort von Henning Scherf ist für 16,90 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN 3-89678-361-5).
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